Geld sparen beim Geld leihen (mit der richtigen Kreditvariante)
13. November 2009 | Von Redaktion Hanseatic Bank | Kategorie: Kredite
Der Fernseher hat den Geist aufgegeben, die Waschmaschine streikt – wohl dem, der für diese Fälle etwas Geld zur Seite gelegt hat. Die meisten Verbraucher finanzieren Neuanschaffungen jedoch über einen Kredit.
Bei der Finanzierung von Konsumgütern können Sie mit der richtigen Strategie Geld sparen. Je nach Summe, Einkünften und Laufzeit gilt es, die richtige Kreditvariante zu wählen.
In der Regel ist ein Dispo (Dispositionskredit) teurer als ein Ratenkredit. Trotzdem nutzen ihn viele Menschen regelmäßig. Welche Vorteile hat aber der Dispokredit? Der Dispositionskredit bietet Ihnen eine hohe Flexibilität, denn er gestattet es Ihnen, Ihr Girokonto auf unbestimmte Zeit um das zwei- bis dreifache Ihres monatlichen Gehaltseinganges oder Ihres Nettoeinkommens zu überziehen. Außerdem steht Ihnen der Dispo jederzeit und ohne weitere Bearbeitungsgebühr zur Verfügung. Sie können ihn zu jedem beliebigen Zeitpunkt zurückzahlen, ob in Kleinstbeträgen oder einer großen Einmalzahlung. Wenn Sie allerdings Ihren Dispokredit dauerhaft ausschöpfen, ohne Aussicht auf baldige Rückzahlung, kommt Sie das unter Umständen teuer zu stehen, denn Sie zahlen mehr Zinsen als Sie müssten.
Beim Ratenkredit stehen Laufzeit, Zinssatz und Rate von Anfang an fest. Sie können so genau die feste, monatliche Belastung kalkulieren. Beim Dispositionskredit ist das so nicht möglich, denn der Zinssatz wird immer auf das aktuelle Minus auf dem Konto berechnet. Einen Ratenkredit können Sie heute schnell und unbürokratisch über Online-Anbieter abschließen. Die Kreditgeber fragen nur ein Minimum an Informationen ab – damit steht Ihnen mit ausreichender Bonität innerhalb weniger Tage die gewünschte Kreditsumme zur Verfügung. Ein Nachteil dieser Kreditform sind allerdings oft die Bearbeitungsgebühren die einige Banken berechnen und die in der Regel ein bis drei Prozent der Kreditsumme ausmachen können.
Vergleichen lohnt sich
Bei einem Dispo-Zinssatz von 10,99 Prozent, verursacht ein um durchschnittlich 4.000 Euro drei Jahre lang überzogenes Konto 1.319 Euro an Zinsen. Wer dagegen diesen Betrag in einen Ratenkredit mit z. B. 6,99 Prozent Zinsen umwandelt, der zahlt nur 432 Euro an Zinsen, also fast 900 Euro weniger. Wenn Sie zu den Personen zählen, die ihren Dispo häufig nutzen, lohnt es sich, Ihr Konto mit den Angeboten am Markt zu vergleichen, denn nicht immer muss der Zins eines Dispos höher sein als der eines Ratenkredits. Bei manchen Online-Konten werden heute Dispozinsen unter 8 % angeboten. Aber auch den Ratenkredit gibt es zum Top-Zins. So werden aktuell Kredite mit Zinsen unter 4 % angeboten. Gerade bei kurzen Laufzeiten sind diese Angebote eher zu empfehlen.
Beide Kreditarten haben Vor-, aber auch Nachteile. Es hängt immer von der finanziellen Situation des Einzelnen ab, mit welchem Kredit eine Anschaffung am kostengünstigsten finanziert werden kann. Ein genereller Konditionsvergleich schafft im Zweifel Klarheit, denn niemand möchte mehr als nötig bezahlen, gerade wenn es um geliehenes Geld geht.








