Kreditkarten sicherer durch EMV-Chip
19. Januar 2010 | Von Redaktion Hanseatic Bank | Kategorie: KreditkarteEin kleiner golden oder silbern glänzender Chip auf der Vorderseite macht EC- und Kreditkarten sicherer. Dieser sogenannte EMV-Chip entspricht dem aktuellsten Stand der Technik und macht Kartenmissbrauch nahezu unmöglich. Die in dem Chip gespeicherten Daten können bisher weder kopiert noch verändert werden. In Europa sollen bis Ende 2010 alle Kreditkarten und Kartenterminals auf den sicheren EMV-Standard umgestellt sein. Weltweit werden bereits über 700 Millionen Karten mit EMV-Chip eingesetzt.
Kreditkarten sind ein beliebtes bargeldloses Zahlungsmittel. Das macht sie besonders für Reisende interessant, die sich keine Sorgen mehr um die unterschiedlichen Währungen machen müssen. Heutzutage sind die scheckkartengroßen Plastikkarten weltweit einsetzbar und werden zur Bezahlung fast jeden Produkts oder jeder Dienstleistung akzeptiert. Interessanterweise wurde der Begriff „Kreditkarte“ bereits 1887 in einem amerikanischen Science-Fiction Roman als Zahlungsmittel erwähnt.
Die große Verbreitung und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Kreditkarte als Zahlungsmittel, vor allem auch im Internet, haben in den letzten Jahren jedoch immer wieder zu Kartenmissbräuchen geführt. Nichts desto trotz ist die Kreditkarte eines der sichersten Zahlungsmittel. Damit das so bleibt setzen immer mehr Banken auf den EMV-Standard. Dieser Standard wurde Anfang der Neunziger Jahre durch die drei großen Kartengesellschaften Europay International (heute MasterCard Europe), MasterCard und VISA entwickelt, die ihm auch den Namen gaben.
Bei EC-Karten ist der EMV-Chip bereits sehr weit verbreitet. Europäische Kreditkarten sollen bis spätestens Ende 2010 flächendeckend mit dem Chip ausgerüstet sein. Weltweit werden bereits weit über 700 Millionen Karten mit EMV-Chip eingesetzt und an über 10 Millionen EMV-fähigen Terminals akzeptiert. Dennoch werden Kreditkarten vorerst sowohl einen EMV-Chip als auch einen Magnetstreifen haben. Denn z.B. in den USA wird der EMV-Standard noch nicht umgesetzt.
Der EMV-Chip macht EC- und Kreditkarten sicherer. Die Kartendaten wurden bisher auf dem Magnetstreifen gespeichert und konnten leichter kopiert und damit missbraucht werden. Ein EMV-Chip besitzt einen Mikroprozessor der das Auslesen oder Verändern der Kartendaten verhindert. Das Kopieren der Kartendaten auf dem Chip ist mit den heute zur Verfügung stehenden technischen Mittel nahezu unmöglich. Die Daten auf dem Magnetstreifen können zwar nach wie vor kopiert werden, aber wenn eine Karte zusätzlich den Chip besitzt, dann lesen die neuen Terminals nur den Chip aus. Ist kein Chip vorhanden, behandeln diese neuen Terminals die Karte als Fälschung. Zudem kann der Prozessor im Chip, der einem Minicomputer gleicht, eigene Verschlüsselungen oder Zusatzfunktionen ausführen was ihn auch für künftige Mehrwertdienste in Zusammenhang mit der Kreditkarte interessant macht.
Ein weiterer Vorteil des EMV-Chips besteht darin, dass die Echtheit der Karte bei jedem Bezahlvorgang direkt im Kartenlesegerät geprüft werden kann, und dass auch ohne eine Online-Verbindung, die immer eine gewisse Wartezeit verursacht hat. Wurden Kreditkartenzahlungen bisher durch eine Unterschrift bestätigt, so wird das künftig durch die PIN erfolgen. Somit kann jemand ohne Kenntnis der richtigen PIN mit einer gestohlenen oder gefundenen Kreditkarte nichts mehr anfangen.
Auch das Bezahlen im Internet wird sicherer. Denn auch hier wird man in Zukunft eine PIN oder ein Passwort eingeben müssen und nicht mehr nur die dreistellige Prüfnummer, die auf der Rückseite der Karte steht und die eigentlich jeder einsehen kann. Hier muss man jedoch beachten, dass noch nicht alle Onlinehändler oder Banken die entsprechenden Standards umgesetzt haben. Onlinehändler, die das Verfahren bereits unterstützen, zeichnen ihre Webseite mit “MasterCard Secure Code” oder “Verified by Visa“ aus.
Trotz aller technischer Raffinesse und hoher Sicherheitsstandard bleibt dennoch ein Restrisiko seitens des Karteninhabers bestehen. Hier ist jeder selbst angehalten, die entsprechende Sorgfalt walten zu lassen. So sollte man niemals seine PIN zusammen mit der Karte aufbewahren und auch darauf achten, dass einem niemand bei der Eingabe der PIN in ein Kartenterminal über die Schulter blickt. Beachtet man diese Hinweise, bleibt die Kreditkarte auch in Zukunft eines der sichersten Zahlungsmittel im bargeldlosen Zahlungsverkehr, im Internet und in Laden um die Ecke.
Achten Sie also beim Beantragen einer Kreditkarte darauf, dass Ihre Bank bereits den EMV-Standard nutzt und einen EMV-Chip auf der Vorderseite der Karte integriert hat. Wenn Sie noch keine sichere Kreditkarte besitzen, können Sie sich gleich hier die kostenlose GenialCard beantragen – natürlich mit EMV-Chip.